Als andere mit dem Bollerwagen durch die Landschaft zogen, Bier tranken und „Blöde Verzäll“ hielten, und wenn sie besonders gut drauf waren auch noch ein paar Wanderlieder sangen, zog es einige Kameraden unseres Löschzuges ins Gerätehaus, denn hier wurde zum zweiten Grillseminar geblasen.

Rainer Könsgen hatte gut eingekauft und in mühevoller Arbeit die Rezepte hochgerechnet, geschrieben und gedruckt. Zuerst wurden die Tische aufgebaut, die Grills, vier Stück an der Zahl, in Stellung gebracht und Schüsseln, Schneidbretter und das dazugehörige Werkzeug hervorgeholt. Eine einfache Aufgabe war das Anschlagen des Pittermännchens.

Gegen zehn Uhr waren dann alle Kameraden, die sich angemeldet hatten, da und es konnte losgehen. Rainer erklärte uns die einzelnen Rezepte und wir stellten die zugehörigen Zutaten jeweils auf den Tischen zusammen. Dann wurde kurz eingeteilt wer welche Speise vorbereiten musste.

(Ich will hier jetzt nicht erklären, was da alles zu tun war. Die Hausmänner und modernen Väter wissen es sowieso und die anderen waren mit dem Bollerwagen unterwegs. Außerdem gab es die Rezepte und man konnte Rainer fragen. Hier aber mal die Speisekarte um euch die Nase lang zumachen:)

Vorspeisen

  • Warmes Fächer-Baguette Capres mit Kräuterbutter
  • Gebratene Champions mit Knoblauch-Dip
  • Bacon-Zwiebelringe
  • Grüner Spargel im Sesam-Blätterteig-Mantel
  • Feldsalat mit Orangen Vingrete

Hauptgerichte

  • Lachs mit Tagliatelle in Kräuter-Käse-Sauce
  • Gerillte Forelle
  • Schichtfleisch aus dem Dutch
  • Pullet Lachs Burger
  • Tunfischsteaks

Nachtisch

  • Schokokuchen aus der Orangenschale
  • Fruchtspieße mit Mango, Banane, Ananas und Erdbeere, dazu Vanille-Eis

Um zwölf Uhr kamen die Ehepartner und Lebensgefährten dazu und wir konnten angrillen. Mit Rainers Unterstützung grillte jeder seine vorbereitete Speise. Zuerst die Vorspeisen, dann die Hauptgerichte, der Nachtisch wurde dazwischen geschoben. Es war ratsam von allem nicht zu viel zu essen. Nach einer Verdauungspause kamen dann am späten Nachmittag die Forellen und zum Schluss der Tunfisch auf den Rost. Den Tafelspitz haben wir nicht mehr geschafft. Der wurde eingefroren und sollte nach dem nächsten Übungsdienst verzehrt werden.

Es war ein wunderbarer Tag. Bei herrlichem Wetter und Sonnenschein war es aber nicht zu warm. So saßen wir dann in gemütlicher Runde, mit voll gestopften Bäuchen, bei einem Bierchen oder leckerem Weißwein bis in den Abend hinein am Gerätehaus und hielten „Blöde Verzäll“.

Hier ein paar Bilder von den Köstlichkeiten...