Am 17.06. war es soweit, der lang ersehnte „Berufsfeuerwehrtag“ stand an. An diesem Tag geht es darum, dass die Mitglieder der Jugendfeuerwehr 24 Std. lang einen möglichst realistisch gestalteten „Dienst“ auf einer Feuerwache erleben.

Ab 8:30 wurde Gepäck und Schlafsachen in den Sozialräumen verstaut, um 9:00 Uhr war dann Dienstbeginn für die Jugendlichen. Der Jugendwart lies die „Wachabteilung“ antreten und teilte die anwesenden in die zu besetzenden Positionen ein. 18 Jugendliche wurden auf drei Einsatzfahrzeuge verteilt.Bis zum Frühstück um 9:30 überprüfte jeder seine Gerätschaften, die über den Tag eventuell benötigt werden.

Die Frühstückspause war für die Besatzung des MTF nur von kurzer Dauer, da eine imaginäre RTW-Besatzung Unterstützung bei der Rettung eines „Patienten“ aus einer Grünfläche am Schützenhaus benötigte.

Während die MTF Besatzung ihre Pause dann nachholte, wurde mit den anderen auf dem Hof und im Gerätehaus Ausbildungsdienst zu den Themen FwDV 3 (Vornehmen eines Löschangriff) und feuerwehrtechnische Knoten gemacht.

Für die Mittagspause wurde gemeinschaftlich Joghurt mit frischem Obst vorbereitet, was bei warmen Temperaturen für eine angenehme Erfrischung sorgte und nicht zu schwer, für weitere Einsätze, im Magen lag.

Nach weiteren kleineren Einsätzen hieß es gegen 14:00 dann Großalarm: „Feuer mit Menschenleben in Gefahr“ auf dem Gelände der Bundeswehr an der Alten Heerstraße. Die Jugendfeuerwehren aus Menden, Hangelar und Niederpleis rückten gleichzeitig aus. Bei Eintreffen vor Ort drang dichter „Rauch“ aus einem Gebäude, in dem sich noch mehrere Personen aufhalten sollten. Schnell gingen Trupps mit speziell für die Jugendlichen umgebauten Atemschutzgeräten zur Menschenrettung in das Gebäude vor, während draußen Schläuche verlegt und eine Wasserversorgung aufgebaut wurde. Der Einsatz verlief trotz der Vielzahl der Einsatzkräfte, einer Menge Schlauchleitungen und dem Druck der realitätsnahen Lage sehr souverän und erfolgreich.

Zurück am Gerätehaus mussten zunächst die Fahrzeuge wieder aufgerüstet werden, um bereit zu sein für den nächsten Einsatz.

Um 17:00 Uhr kam ein „Gastdozent“ aus den Reihen der aktiven Mitglieder des Löschzug Menden und übte knapp 2 Std. lang mit den Jugendlichen den sicheren Umgang mit Feuerlöschern.

 

Währenddessen wurde alles fürs Grillen vorbereitet.

Das Abendprogramm (gemeinsames Filme gucken) wurde durch eine Ölspur und einen Fehlalarm einer Brandmeldeanlage gestört.

Um 22:00 Uhr wurde es dann nochmal richtig spannend: Mehrere Anrufer meldeten einen Feuerschein und eine Rauchentwicklung in der Straße „Auf dem Acker“. Bei Eintreffen der Nachwuchs – Feuerwehrmänner brannte ein großer Holzstapel auf dem Sportplatz. Schnell wurden Verteiler gesetzt, Schläuche ausgerollt und Wasser aus den Strahlrohren abgegeben, um das Feuer einzudämmen.

 

Gegen 0:00 Uhr war alles aufgeräumt, die Fahrzeuge Einsatzbereit und die „Wachabteilung“ in den Betten. Einige hatten wohl ihre Probleme mit dem Schlafen, weil sie auf keinen Fall den nächsten Einsatz verpassen wollten. Der kam dann um 7:45 Uhr am nächsten Morgen. Ein Anrufer hatte sich einen üblen Spaß erlaubt und der Feuerwehr glaubhaft versichert, dass es an einer Grundschule brennt. Nach kurzer Erkundung konnte der letzte Einsatz des 24 Std. Dienstes ohne Maßnahmen der Feuerwehr beendet werden.

Nach einem gemeinsamen Frühstück wurden die Fahrzeuge gewaschen, Geschirr gespült, Tische geputzt und weg geräumt, sodass dann um 11:00 alle Kinder glücklich und müde nach Hause entlassen wurden.

Insgesamt wurden 10 Einsätze abgearbeitet.

Um den Kindern spannende 24 Std. bieten zu können, waren rund um die Uhr mindestens 6 Betreuer anwesend, weitere Unterstützer bereiteten die „Einsätze“ vor, ein „Gastdozent“ aus der Einsatzabteilung des Löschzug Menden machte mit den Jugendlichen Unterricht.

Diverse Tage und Abende saßen die drei Jugendwarte zusammen, um einen Tagesplan zu erstellen, Genehmigungen einzuholen, Holz und Sand für das Feuer zu organisieren, weitere Helfer zu motivieren und und und…

Die Jugendwarte des Löschzug Menden bedanken sich herzlichst für die Unterstützung der Helfer, ohne die der Berufsfeuerwehrtag nicht hätte stattfinden können!

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