Nicht nur die Polizei in Nordrhein-Westfalen bekommt neue Uniformen. Auch die Feuerwehr bekommt seit Anfang Mai neue Dienstuniformen. Nach einer Erprobungsphase und Diskussionen über die Vor- und Nachteile hat das Innenministerium NRW den Erlass für eine "Regelung über die einheitliche Dienstkleidung der Feuerwehren, des Instituts der Feuerwehr NRW und der Aufsichtsbehörden des Landes Nordrhein-Westfalen“ bekannt gegeben.

Die alten Dienstuniformen, das so genannte Duisburger Modell, wurde in den 1970er-Jahren eingeführt. Durch den schlechten Tragekomfort und den dicken Stoff der Uniform war diese Modell besonders im Sommer sehr unbeliebt bei den Feuerwehrleuten. Der dicke Stoff musste sein, da diese Dienstuniform in den 1970-er Jahren vor allem bei Berufsfeuerwehren auch als Einsatzbekleidung eingesetzt wurde.

Ersetzt wird das alte Modell durch einen neuen, dunkelblauen Blouson aus leichtem Tuchstoff und einer Hose im gleichen Material. Ebenso werden die hellblauen Hemden durch weiße Hemden ersetzt. Neben dem verbesserten Tragekomfort hat die neue Dienstuniform aber auch noch weitere Neuerungen zu bieten. So wird erstmals im Brustbereich des Blousons in roter Farbe Feuerwehr stehen. Auch werden die Dienstgradabzeichen nicht mehr auf den linken Ärmel genäht, sondern als Schulterklappen ausgeführt, wie es in vielen Bundesländern Deutschlands bei der Feuerwehr schon üblich ist.

Die Erprobung der neuen Dienstuniform wurde durch die Feuerwehr der Stadt Köln durchgeführt. Hier war man von der neuen Uniform begeistert und hat sie schon flächendeckend eingeführt.

So weit ist man in Sankt Augustin noch nicht. Allerdings strebt man an, auf die neue Dienstuniform in den nächsten drei Jahren umzustellen, um so auf den aktuellen Stand zu kommen. Die weißen Diensthemden mit Krawatten wurden schon in 1. Halbjahr 2009 beschafft und von den Feuerwehrkameradinnen und Kameraden getragen.
Getragen wird die neue Dienstuniform z.B. bei repräsentativen Veranstaltungen, Brandsicherheitswachen oder Dienstversammlungen.
Die Einsatzbekleidung der Feuerwehr ist von diesem Erlass nicht betroffen, da diese in Sankt Augustin schon seit Jahren immer nach dem aktuelle Stand der Technik beschafft wird, damit die Feuerwehrleute optimal im Einsatz geschützt werden.