Oldtimergruppe

Die Oldtimergruppe hat es sich zur Aufgabe gemacht unseren alten TLF 15 mit dem Namen Hektor zu warten, pflegen und in einem einsatzbereiten Zustand zuhalten.

Weitere Geräte sind ein Tragkraftspritzenanhänger, eine Tragkraftspritze und natürlich die feuerwehrtechnische Ausrüstung unserer Oldtimer, die einer liebevollen Pflege beziehungsweise Restauration bedürfen.

 

Die Gruppe besteht derzeit aus folgenden Kameraden:

Oldtimergruppe 2011

  • Markus Schmitz
  • Manfred Riede
  • Jan Hofenbitzer
  • Stefan Bonerath
  • Sascha Dollhausen
  • Rainer van Engelshoven
  • Patrick Jaax

 

Zur Geschichte

Die Geschichte unseres Oldtimers TLF 15 begann am 05. Oktober 1953. An jenem Tag konnte das Tanklöschfahrzeug in Menden in Empfang genommen werden. Von den Mendener Feuerwehrleuten wird es damals wie heute, liebevoll Hektor genannt. Namensvetter war seinerzeit das Arbeitspferd, der Ackergaul des damaligen Landwirtes und Löschgruppenführers Josef Hellenthal.

Das Fahrzeug versah 24 Jahre lang, bis zum 3. Dezember 1977 im Standort Menden treu seinen Dienst. Dann wurde unser Hektor mehrere Jahre lang als Flugfeldlöschfahrzeug beim Bundesgrenzschutz in Hangelar bei der Fliegerstaffel West eingesetzt. Zuletzt stand er jahrelang bei unserem Kameraden Hubert Scheja in der Scheune. Anfang der 90`er Jahre erwarb Herr Schollmeyer, der hier in Menden ein Speditionsunternehmen betreibt, das Fahrzeug. Er ließ es im ehemaligen Jugoslawien in Maribur restaurieren. Danach stand Hektor bis Herbst 1998 in einer Halle der Spedition Schollmeyer am Bahnhof Menden. Seit Ende 2002 befindet sich Hektor als Dauerleihgabe in der Obhut des Löschzuges Menden und wurde deshalb in einer Halle der ehemaligen Betriebsfeuerwehr der Klöckner-Mannstedt-Werke im benachbarten Troisdorf untergebracht. Seit dem Umzug in unser neues Gerätehaus im Juli 2003 hat das Fahrzeug, pünktlich zu seinem 50. Geburtstag einen neuen Standort gefunden. Nach dem wir ein viertes Feuerwehrfahrzeug bekamen steht unser Hektor heute aus Platzgründen in einem alten Pumpenhaus im Industriegebiet. Restaurations-, Pflege- und Wartungsarbeiten werden aber immer noch in unserem Gerätehaus vorgenommen.

Das heutige Einsatzgebiet des Hektors ist:
  • der Besuch von Oldtimertreffen in der näheren Umgebung,
  • die Nutzung als Brautfahrzeug innerhalb der Feuerwehr,
  • die Nutzung zur letzten Dienstfahrt der aus dem aktiven Dienst ausscheidenden Kameraden, welche in die Ehrenabteilung wechseln,
  • der Besuch von Tag der offenen Türen.

Technische Daten:

  • Tanklöschfahrzeug mit 2400 Liter Wasser
  • Besatzung 1/5*
  • Leistung 74 kW (101 PS) bei 2800 U/min
  • Zul. Gesamtgewicht: 9000 Kg
  • Besonderheit: Omnibusaufbau, dieser Aufbau wurde bei Feuerwehrfahrzeugen nur in kleinen Stückzahlen aufgelegt.

Restauration

1998 wurde durch die Firma RKG Siegburg die gesamte Fahrzeugelektrik erneuert. Diese Arbeiten wurden von der RKG zum Selbstkostenpreis durchgeführt.

2000 wurde ein Teil der hölzernen Innenverkleidung erneuert. Die Räder, Stoßstangen und die Kotflügel wurden in der originalen schwarzen Farbe und der Kühlergrill in RAL 3000 (Feuerrot) lackiert.

2005/2006 wurde die im Heck eingebaute Feuerlöschkreiselpumpe überholt. Diese wurde in zahlreichen abendlichen Arbeitsstunden zerlegt, sandgestrahlt und lackiert. Zusätzlich wurden alle Dichtungen, sowie Schlauchverbindungen die durch das Alter der Pumpe porös oder undicht waren ersetzt.

Ihren ersten großen Auftritt hatte die frisch überholte Pumpe beim jährlichen Feuerwehrleistungsnachweis in Königswinter-Niederdollendorf. Dort wurden wir mit erstaunten Blicken von allen Seiten beobachtet, da wir zum einen mit so einem alten Fahrzeug teilnehmen wollten und zum anderen Feuerwehruniformen aus den 50er Jahren trugen. Bei der Übung im Feuerwehrtechnischen Teil funktionierte die Pumpe einwandfrei und somit bestanden wir auch diese Prüfung.

2010 wurde das komplette Dach erneuert. Als erstes wurde die Dachreling und die Klemmleisten abgeschraubt und beschriftet. Die alte Plane wurde vorsichtig heruntergezogen. Nun stand er da in seiner hölzernen "Haut". Jetzt war deutlich sichtbar das es Zeit wurde das Dach zu renovieren. Überall zeigten sich morsche und verfaulte stellen. Nach fast 60 Jahren kann man auch nicht davon ausgehen, dass alles so ist wie es mal war. In einem nächsten Schritt wurden die Sperrholzhaut entfernt. Hier war zu sehen das der Metallpreis damals recht günstig gewesen sein muss. Das Sperrholz war mit hunderten wenn nicht sogar tausenden von kleinen Nägeln befestigt.

Für den Neuaufbau entschieden wir uns für vier Millimeter Sperrholz aus Birke. Dieses lässt sich gut den Rundungen anpassen. Dazu musste das Holz immer wieder mit einem nassen Schwamm bestrichen und in die Rundungen gespannt werden.

Jetzt kam die aufwendigste Arbeit das anpassen der einzelnen Stücke. Mit Hilfe von Pappschablonen, Stichsäge und einer Flex mit Schleifscheibe konnte man das aber gut anpassen. Anschließend haben wir die Fugen mit Silikon aufgefüllt.

Eine neue Dachhaut wurde darauf zugeschnitten, gespannt und verklebt. Die neu gestrichene Dachreling und die Klemmleisten wurden wieder angeschraubt. Neue Buchenleisten, welche die Dachhaut schützen sollen wenn darauf Gegenstände transportiert werden, wurden ebenfalls neu angebracht. Einzig der Einstieg zum Tank ist noch in Arbeit.

2015 Wurde das Armaturenbrett restauriert. Die Seitenteile aus Multiplexplatten hatten sich so aufgelöst das ein kopieren nicht mehr möglich war. Also mussten die Teile neu angepasst werden. In die Ausgeschlagenen Schraubenlöcher wurden Holzdübel ein geleimt und neu gebohrt. Auf der Fahrerseite fehlte ein Balken ganz und musste neu angefertigt werden. Alle Teile wurden in Originalfarbe gebeizt, lackiert und mit neuen Unterlegscheiben für Senkkopfschrauben wie es früher mal war angebracht. Die alte obere Abdeckung aus Pertinax, vor den Windschutzscheiben wurde durch ein Blech ersetzt. Dieses musste ebenfalls mühsam angepasst werden. Pappschablonen leisteten hier gute Arbeit.

Restauration der Feuerlöschkreiselpupe

Im Jahre 2005/2006 wurde die im Heck eingebaute Feuerlöschkreiselpumpe überholt. Diese wurde in zahlreichen abendlichen Arbeitsstunden zerlegt, sandgestrahlt und lackiert. Zusätzlich wurden alle Dichtungen, sowie Schlauchverbindungen die durch das Alter der Pumpe porös oder undicht waren ersetzt. Ihren ersten großen Auftritt hatte die frisch überholte Pumpe am jährlichen Feuerwehrleistungsnachweis in Köwi-Niederdollendorf.

Dort wurden wir mit erstaunten Blicken von allen Seiten beobachtet, da wir zum einen mit so einem alten Fahrzeug daran teilnehmen wollten und zum anderen Feuerwehruniformen aus den 50er Jahren trugen. Bei der Übung im Feuerwehrtechnischen Teil funktionierte die Pumpe einwandfrei und somit bestanden wir auch diese Prüfung mit Bravour.

TSA-Anhänger

Anlässlich unseres 100-jährigen Bestehens wurde uns von W. Schäfer aus Sankt Augustin ein TSA (Tragkraftspritzenanhänger) aus dem Jahre 1953 geschenkt.

Technische Daten

  • Maße L-B-H in mm: 2830 -1740 - 1810
  • Leergewicht: 700 Kg
  • Zulässiges Gesamtgewicht 1000 Kg

Für Terminabsprachen oder Einladungen zu Oldtimertreffen benutzt bitte unser Kontaktformular.