Die Oldtimergruppe hat es sich zur Aufgabe gemacht unseren alten TLF 15 mit dem Namen Hektor zu warten, pflegen und in einem einsatzbereiten Zustand zu halten. An dem Fahrzeug wird ständig geschweißt, geschraubt und lackiert.
Das heutige Einsatzgebiet des alten Hektors ist der Besuch von Tag der offenen Türen sowie Oldtimertreffen in der näheren Umgebung. Mit der Zeit kamen noch zwei Tragkraftspritzenanhänger und eine Tragkraftspritze hinzu, die einer liebevollen Restauration bedürfen. Die Gruppe besteht derzeit aus folgenden Kameraden:
Durch die Teilnahme und den Besuch von so manchem Oldtimertreffen lernten wir die Kameraden aus Siegburg–Stallberg kennen, die ebenfalls über einen Oldtimer verfügen. Seit dem treffen sich die Kameraden von Zeit zu Zeit zum Gedankenaustausch.
Im Sommer 2002 fuhren zwei Kameraden zu einem Oldtimertreffen nach Nägelstedt in Thüringen. Wegen der langen Wegstrecke wurde unser Hektor von seinem Eigentümer, Herrn Schollmeyer auf einem seiner Sattelzüge nach Nägelstedt und wieder zurück nach Menden transportiert. Am 25. Mai 2003 fand in Altenkirchen im Westerwald ebenfalls ein Oldtimertreffen statt. Hier konnten unsere Kameraden, die teilweise mit ihren Partnerinnen angereist waren, den 1. Platz bei einer Oldierallye erreichen. Zur Geburtstagsfeier, fuhren am 20. September 2003 sechs Kameraden mit dem Partyzug für 24 Stunden zum Oktoberfest nach München um zu feiern.
Die Geschichte unseres Oldtimers TLF 15 begann am 05. Oktober 1953. An jenem Tag konnte das Tanklöschfahrzeug in Menden in Empfang genommen werden. Von den Mendener Feuerwehrleuten wird es damals wie heute, liebevoll Hektor genannt. Namensvetter war seinerzeit das Arbeitspferd, der Ackergaul des ehemaligen Landwirtes und Löschgruppenführers Josef Hellenthal. Das Fahrzeug versah 24 Jahre lang, bis zum 3. Dezember 1977 im Standort Menden treu seinen Dienst. Dann wurde unser Hektor mehrere Jahre lang als Flugfeldlöschfahrzeug beim Bundesgrenzschutz in Hangelar bei der Fliegerstaffel West eingesetzt. Zuletzt stand er jahrelang bei unserem Kameraden Hubert Scheja in der Scheune. Anfang der 90`er Jahre erwarb Herr Schollmeyer, der hier in Menden ein Speditionsunternehmen betreibt, das Fahrzeug. Er ließ es im ehemaligen Jugoslawien in Maribur restaurieren. Danach stand Hektor bis Herbst 1998 in einer Halle der Spedition Schollmeyer am Bahnhof Menden. Seit Ende 2002 befindet sich Hektor als Dauerleihgabe in der Obhut des Löschzuges Menden und wurde deshalb in einer Halle der ehemaligen Betriebsfeuerwehr der Klöckner-Mannstedt-Werke im benachbarten Troisdorf untergebracht. Seit dem Umzug in unser neues Gerätehaus im Juli 2003 hat das Fahrzeug, pünktlich zu seinem 50. Geburtstag einen neuen Standort gefunden.
Im Jahr 1998 wurde durch die Firma RKG Siegburg die gesamte Fahrzeugelektrik erneuert. Diese Arbeiten wurden von der RKG zum Selbstkostenpreis durchgeführt.
Im Sommer 2000 wurde ein Teil der hölzernen Innenverkleidung erneuert. Die Räder, Stoßstangen und die Kotflügel wurden in der originalen schwarzen Farbe und der Kühlergrill in RAL 3000 (Feuerrot) lackiert.
Als nächste Arbeiten stehen das Überholen der eingebauten Feuerlöschkreiselpumpe und des Daches an. Das Dach weist kleine Undichtigkeiten auf und soll neu bezogen werden.
Im Jahre 2005/2006 wurde die im Heck eingebaute Feuerlöschkreiselpumpe überholt. Diese wurde in zahlreichen abendlichen Arbeitsstunden zerlegt, sandgestrahlt und lackiert. Zusätzlich wurden alle Dichtungen, sowie Schlauchverbindungen die durch das Alter der Pumpe porös oder undicht waren ersetzt. Ihren ersten großen Auftritt hatte die frisch überholte Pumpe am jährlichen Feuerwehrleistungsnachweis in Köwi-Niederdollendorf.
Dort wurden wir mit erstaunten Blicken von allen Seiten beobachtet, da wir zum einen mit so einem alten Fahrzeug daran teilnehmen wollten und zum anderen Feuerwehruniformen aus den 50er Jahren trugen. Bei der Übung im Feuerwehrtechnischen Teil funktionierte die Pumpe einwandfrei und somit bestanden wir auch diese Prüfung mit Bravour.
Anlässlich unseres 100-jährigen Bestehens wurde uns von W. Schäfer aus Sankt Augustin ein TSA (Tragkraftspritzenanhänger) aus dem Jahre 1953 geschenkt.
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