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Info zur Oldtimergruppe


Die Oldtimergruppe hat es sich zur Aufgabe gemacht unseren alten TLF 15 mit dem Namen Hektor zu warten, pflegen und in einem einsatzbereiten Zustand zu halten.
Weitere Geräte sind ein Tragkraftspritzenanhänger, eine Tragkraftspritze und natürlich die feuerwehrtechnische Ausrüstung unseres Oldtimers, die einer liebevollen Pflege beziehungsweise Restauration bedürfen.

Zur Geschichte

Die Geschichte unseres Oldtimers TLF 15 begann am 05. Oktober 1953. An jenem Tag konnte das Tanklöschfahrzeug in Menden in Empfang genommen werden. Von den Mendener Feuerwehrleuten wird es damals wie heute, liebevoll Hektor genannt. Namensvetter war seinerzeit das Arbeitspferd, der Ackergaul des damaligen Landwirtes und Löschgruppenführers Josef Hellenthal.
Das Fahrzeug versah 24 Jahre lang, bis zum 3. Dezember 1977 im Standort Menden treu seinen Dienst. Dann wurde unser Hektor mehrere Jahre lang als Flugfeldlöschfahrzeug beim Bundesgrenzschutz in Hangelar bei der Fliegerstaffel West eingesetzt. Zuletzt stand er jahrelang bei unserem Kameraden Hubert Scheja in der Scheune. Anfang der 90'er Jahre erwarb Herr Schollmeyer, der hier in Menden ein Speditionsunternehmen betreibt, das Fahrzeug. Er ließ es im ehemaligen Jugoslawien in Maribur restaurieren. Danach stand Hektor bis Herbst 1998 in einer Halle der Spedition Schollmeyer am Bahnhof Menden. Seit Ende 2002 befindet sich Hektor als Dauerleihgabe in der Obhut des Löschzuges Menden und wurde deshalb in einer Halle der ehemaligen Betriebsfeuerwehr der Klöckner-Mannstedt-Werke im benachbarten Troisdorf untergebracht. Nach dem Umzug in unser neues Gerätehaus im Juli 2003 hatte das Fahrzeug, pünktlich zu seinem 50. Geburtstag einen neuen Standort gefunden. Nachdem wir ein viertes Feuerwehrfahrzeug bekamen, steht unser Hektor heute aus Platzgründen in einem alten Pumpenhaus im Industriegebiet. Restaurations-, Pflege- und Wartungsarbeiten werden aber immer noch in unserem Gerätehaus vorgenommen.

Die Oltimergruppe besteht derzeit aus folgenden Kameraden:

UBM Manfred Riede
UBM Markus Schmitz
UBM Jan Hofenbitzer
UBM Stefan Bonerath
UBM Sascha Dollhausen
UBM Rainer van Engelshoven
UBM Patrick Jaax
Oldtimergruppe 2011

Das heutige Einsatzgebiet des Hektors ist:

Technische Daten:

Restauration

1998 wurde durch die Firma RKG Siegburg die gesamte Fahrzeugelektrik erneuert. Diese Arbeiten wurden von der RKG zum Selbstkostenpreis durchgeführt.

2000 wurde ein Teil der hölzernen Innenverkleidung erneuert. Die Räder, Stoßstangen und die Kotflügel wurden in der originalen schwarzen Farbe und der Kühlergrill in RAL 3000 (Feuerrot) lackiert.

2005/2006 wurde die im Heck eingebaute Feuerlöschkreiselpumpe überholt. Diese wurde in zahlreichen abendlichen Arbeitsstunden zerlegt, sandgestrahlt und lackiert. Zusätzlich wurden alle Dichtungen, sowie Schlauchverbindungen die durch das Alter der Pumpe porös oder undicht waren ersetzt.

Ihren ersten großen Auftritt hatte die frisch überholte Pumpe beim jährlichen Feuerwehrleistungsnachweis in Königswinter-Niederdollendorf. Dort wurden wir mit erstaunten Blicken von allen Seiten beobachtet, da wir zum einen mit so einem alten Fahrzeug teilnehmen wollten und zum anderen Feuerwehruniformen aus den 50er Jahren trugen. Bei der Übung im Feuerwehrtechnischen Teil funktionierte die Pumpe einwandfrei und somit bestanden wir auch diese Prüfung.

2010 wurde das komplette Dach erneuert. Als Erstes wurde die Dachreling und die Klemmleisten abgeschraubt und beschriftet. Die alte Plane wurde vorsichtig heruntergezogen. Nun stand er da in seiner hölzernen Haut. Jetzt war deutlich sichtbar, dass es Zeit wurde das Dach zu renovieren. überall zeigten sich morsche und verfaulte stellen. In einem nächsten Schritt wurden die alte Sperrholzhaut entfernt.
Für den Neuaufbau wurde vier Millimeter starkes Sperrholz aus Birke verwendet. Dieses lässt sich gut den Rundungen anpassen. Dazu musste das Holz immer wieder nass gemacht und nach und nach in die Rundungen gespannt werden. Die aufwendigste Arbeit war das Anpassen der Eckstücke, die mit Hilfe von Pappschablonen eingepasst wurden. Eine neue Dachhaut wurde zugeschnitten, gespannt und verklebt. Die neu gestrichene Dachreling und die Klemmleisten wurden wieder angeschraubt. Neue Buchenleisten, welche die Dachhaut schützen sollen, wenn darauf Gegenstände transportiert werden, wurden ebenfalls neu angebracht.

2015 Wurde das Armaturenbrett restauriert. Die Seitenteile aus Multiplexplatten hatten sich so aufgelöst das ein Kopieren nicht mehr möglich war. Also mussten die Teile neu angepasst werden. In die ausgeschlagenen Schraubenlöcher wurden Holzdübel eingeleimt und Löscher neu gebohrt. Auf der Fahrerseite fehlte ein Balken ganz und musste neu angefertigt werden. Alle Teile wurden in Originalfarbe gebeizt, lackiert und mit neuen Unterlegscheiben für Senkkopfschrauben wie es vorher war angebracht. Die alte obere Abdeckung aus Pertinax, vor den Windschutzscheiben wurde durch ein Blech ersetzt. Dieses musste ebenfalls mühsam angepasst werden. Pappschablonen leisteten hier gute Arbeit.

TSA-Anhänger

Anlässlich unseres 100-jährigen Bestehens wurde uns von W. Schäfer aus Sankt Augustin ein TSA (Tragkraftspritzenanhänger) aus dem Jahre 1953 geschenkt.

Technische Daten